Zu Gast: Europäisches Komitee für Normung
Das Europäische Komitee für Normung (cen) tagte jetzt mit der Arbeitsgruppe TC192/WG5 bei der Günzburger Steigtechnik GmbH. Das Gremium ist zuständig für die europäische Norm für tragbare Feuerwehrleitern. Die elf Teilnehmer aus England, Schottland, Frankreich, Niederlande, Österreich und Deutschland hatten die Aufgabe die europäische Norm EN1147 komplett zu überarbeiten. Dabei sind länderspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen ohne die europaweit verbindliche Norm außer Kraft zu setzen.
Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH und Feuerwehrreferent der Stadt Günzburg ist als Delegierter des Deutschen Instituts für Normung e.V. Mitglied der Arbeitsgruppe. Zugleich fungierte er als Gastgeber der diesmal in Deutschland stattfindenden Tagung. Im Laufe der zweitägigen Sitzung verabschiedeten die Teilnehmer richtungweisende Bestimmungen für tragbare Feuerwehrleitern, wie zum Beispiel Schiebe- und Steckleitern.
Insbesondere das Procedere bei den Hersteller- und Anwenderprüfungen der Leitern sind Thema, wenn die Norm alle fünf Jahre komplett überarbeitet werden muss. Dies sieht die Satzung vor, um den aktuellen Anforderungen der Feuerwehren und in der technischen Hilfeleistung gerecht zu werden. Die Arbeit des Komitees stellt zudem sicher, dass für im Zuge der EU-Osterweiterung neu hinzugekommene EU-Länder ein gleicher Standard zur Anwendung kommt. Nur so lässt sich die europaweite Sicherheit im Umgang mit Feuerwehrleitern gewährleisten.
Europaweite Gültigkeit
Die jetzt in Günzburg getroffenen Entscheidungen sind europaweit für alle Feuerwehren, Technischen Hilfswerke und Hersteller von Feuerwehrausstattung bindend.
"Das europäische Komitee für Normung ist ein wichtiges Organ um Europa zusammenwachsen zu lassen und für ein gleich hohes Sicherheitsniveau in der Union zu sorgen. Wenn es um Rettung und persönliche Sicherheit der Helfer geht, kann dieses Niveau gar nicht hoch genug sein. Und davon sollen schließlich alle in Europa profitieren" so Ferdinand Munk, selbst Hersteller von Feuerwehrausrüstung, über seine und die Arbeit des europäischen Komitees.